ASBH Bereich Hamburg e.V.
Schirmherr: Herr Hans-Ulrich Klose
Gemeinsamkeit macht Mut



ASBH-Hamburg wird 25 Jahre alt!

Unser 25 jähriges Jubiläum am 20.06.2009
auf dem Gelände der Stiftung Alsterdorf in Hamburg (von Beate Krupski)

Gemeinsam sind wir stark – 25 Jahre ASBH Hamburg (von Astrid Korth)
Bericht im Hamburger Abendblatt



Unser 25 jähriges Jubiläum am 20.06.2009
auf dem Gelände der Stiftung Alsterdorf in Hamburg

Es kommt mir vor, als hätten wir vor Jahren mit der Planung unseres Festes begonnen, bevor es endlich stattfand. Alle, die eine solche Feier schon einmal organisiert haben, wissen sicherlich wovon ich spreche….

Die Gründung des Festausschusses war noch das einfachste. Voller Eifer stürzten wir uns gedanklich auf alles, was wir gerne am 20. Juni 2009 unseren Mitgliedern und Gästen präsentieren wollten, damit dieses Fest für alle unvergesslich werden sollte.

Die Ideensammlung machte riesigen Spaß und wir hatten Unmengen von „genialen“ Einfällen. Jeder vom Festausschuss bekam „sein“ spezielles Gebiet, um das er sich kümmern sollte. Anfangs trafen wir uns nur alle 4 Woche. Doch der 20. Juni schien im rasenden Tempo auf uns zuzueilen, und wir merkten mehr oder weniger schnell, dass wir unseren Ideenkatalog abspecken mussten, um nicht darin zu versinken. Wenn ich die Zeit bis zum 20. Juni Revue passieren lasse, dann muss ich sagen, dass manch schlaflose Nacht hinter jedem von uns liegt, aber irgendwann war es endlich soweit….

Das morgendliche Ritual in der letzten Woche bestand bei mir darin, dem Wettergott zu huldigen und ihn um einen wundervollen 20. Samstag-Juni-Tag zu bitten.

Wir hatten auf dem Gelände der Stiftung Alsterdorf einen großen Saal anmieten können, der rundum in einem breiten Pflasterstreifen eingebettet war, auf dem wir all unsere Außenaktivitäten veranstalten wollten. Von einem Plan B hatten wir aus abergläubischen Gründen abgesehen. …. Aber wir sollten Glück haben, der Wettergott hatte ein Einsehen.

Am Freitag begannen wir mit etlichen Helfern mit dem Umgestalten und Schmücken des Saals. Wir bildeten zusammen ein tolles Team, und es machte richtig Spaß zu sehen, wie der Raum allmählich zu einem gemütlichen aber auch stattlich aussehenden Festsaal wurde. Da wir ja erst am Samstag feierten, konnten wir draußen noch nichts vorbereiten und mussten uns bis zum nächsten Morgen gedulden. Die letzte Nacht vor dem Ereignis verlief wohl für alle Beteiligten ziemlich unruhig.

Um 09.00 Uhr trafen wir uns, und dann ging es Schlag auf Schlag.

Schade, dass ich an dieser Stelle kein Video präsentieren kann, das im Zeitraffertempo zeigt, wie aus einem sehr nüchtern wirkenden Außenbereich eine Oase des Wohlfühlens wurde. Es war unglaublich! Die Mitglieder vom Round table 4 Hamburg unter dem Präsidenten Dr. H. Bergemann stellten einen riesigen Pavillon auf, unter dem sich jeder mit leckeren Würstchen, Fleisch und Salaten eindecken konnte. Direkt davor hatte Familie Worthmann per LKW einen „Wald“ und kleine hübsche Blumenstöcke anfahren lassen. Die riesigen Büsche und Bäume wurden so platziert, dass dazwischen Bierbänke und – Tische, mit den bunten Blumentöpfen geschmückt, versteckt werden konnten, so dass dieser Vorplatz einem Märchenpark glich.

Eröffnet wurde dieser Nachmittag um 14.15 Uhr mit einigen Festreden, die im inneren unseres Saals stattfanden. Entsprechend der feierlichen Atmosphäre wurde ein Gläschen Sekt gereicht, und dann konnte man sich bequem zurücklehnen, um der Rede von Herrn Seidenstücker, der extra mit Frau Thomassek vom Bundesvorstand der ASBH nach Hamburg angereist kam, und uns ein sehr „brauchbares“ Präsent überreichte, zuzuhören. Natürlich war er nicht der einzige Redner, der zum 25 jährigen Jubiläum gratulieren wollte. Der Sozial- und Gesundheitssenator von Hamburg Herr Dietrich Wersich äußerte sich lobend und versprach uns auch in Zukunft wohl gesonnen zu sein. Von Frau Weiss, der Präsidentin vom Zonta-Club Hamburg, die u.a. in Begleitung von Frau Hoffmann erschien, erfuhren alle Anwesenden, dass sie uns ein Auto mit Schiebetüren und Schwenksitze, das auch Rollstuhlfahrern das Ein- und Ausstiegen ermöglicht, schenkten. Unglaublich, aber wahr!

Mit Herrn Dr. Bergemann vom Round Table, Frau Blume-Werry – unserer Geschäftsführerin und Frau Kirsten Rustige – der 1. Vorsitzenden des Hamburger Vorstandes – wurden die Ansprachen abgerundet.

Dann hielt es niemanden mehr auf seinem Stuhl. Die ersten stürzten sich auf das gigantische Kuchenbuffet, das mit Hilfe von unzählig fleißigen Müttern bestück worden war und jedes Kuchen- und Tortenherz höher schlagen ließ. Andere eilten hinaus ins Freie, um dort die Hüpfburg, den Rolliparcours oder die Spieleallee mit etlichen Großspielen unsicher zu machen. Andere genossen die ersten frisch gebrutzelten Würstchen und löschten ihren Durst mit einem herrlich kalten Getränk, das ebenfalls vom Round table kostenlos zur Verfügung gestellt worden war. Die Möglichkeit, ein T-Shirt mit unserem neuen Logo „Bei uns läuft’s rund“ zu kaufen, oder eine Festschrift zu ergattern, wurde auch reichlich genutzt.

… Aber nicht vergessen darf man hier die Tombola. Namentlich kann ich nicht alle Personen nennen, die zum einen etliche Gewinne organisiert hatten, bzw. die, die uns diese Gewinne zur Verfügung gestellt hatten. Insgesamt hatten wir über 3.000 Gewinne, so dass wir nicht eine Niete verkaufen mussten. Jeder, der sich mit Losen eingedeckt hatte, konnte etwas mit nach Hause nehmen. Damit die Mitnahme der Preise unbeschadet von statten ging, hatten wir auch Stofftaschen mit unserem Logo bedrucken lassen. Vielleicht läuft Euch zukünftig der ein oder andere über den Weg, der ein T-Shirt trägt oder eine solche Stofftasche dabei hat und mit dem Ihr dann sofort in Kontakt treten könnt, denn Ihr wisst ja, woher die Sachen sind.

Die Hauptpreise konnten sich sehen lassen u.a. gab es einen Gutschein über EUR 200,-- für den Besuch eines Musicals, dann ein Fahrrad, einen Ipod, ein Handy, Freikarten für das Hamburg Derby und und und…..

Wenn Ihr glaubt, dass das schon alles war, dann kann ich nur sagen, wartet es ab, ich habe noch mehr zu erzählen!

Damit das Sommerfeeling andauerte, und uns auch die Sonne nach wie vor vom blauen Himmel anstrahlte, spielte den ganzen Nachmittag über immer mal wieder die Band Indian summer, die zu späterer Stunde vom DJ Sascha Kulp, der mit heißen Rhythmen aufwartete, abgelöst wurde.

Und Dazwischen fand tatsächlich noch ein spektakulärer Lauf des Ärztekreises, von Coloplast-Mitarbeitern und natürlich von vielen unserer Mitglieder statt. Dank des Anfeuerns unserer Gäste und des Moderators Peter Richarz kamen auch alle Läufer gesund und munter am Ziel an.

Was wäre so ein Fest, wenn nicht noch mehr ungeahnte Dinge geschehen würden?

Unser Schirmherr Herr Ulrich Klose und seine Mitarbeiterin Frau Ute Berger hatten die Aufgabe, die beste Geschichte auszuwählen, die von einigen unserer Mitglieder zur 25 Jahr Feier verfasst worden waren, und die zum Inhalt nette Anekdoten hatten, die sich im Laufe des jeweiligen Lebens so ereignet hatten.

Die glücklichen Gewinner dürfen nun mit ihren Familien zu Hagenbecks Tierpark gehen und sich dort vergnügen.

Und zuletzt wurden 3 weitere Familie von Frau Wera Röttgering, der Gründerin und 1. Vorsitzenden von dem Verein Herzenswünsche e.V., und Frau Antje Vogel, der Illustratorin bei Herzenswünsche, mehr als glücklich gemacht:

Man stelle sich vor, dass eine Liste, auf der man sich mit seinem Namen einträgt und die bescheinigt, dass man ASBH-Mitglied ist und auf der 25 Jahr Feier mitgejubelt hat, dazu führen kann, dass man sich bald für 1 Woche mit der ganzen Familie auf Mallorca in einem behindertengerechten Hotel wieder findet!!! Genau das ist diesen Familien passiert. Ich wiederhole es gerne noch einmal: Diese 3 Familien fahren bzw. fliegen nach Mallorca und werden sich dort 7 tolle Tage bei herrlichem Wetter am Strand, im Wasser oder wo auch immer, tummeln können und das Dank „Herzenswünsche“!

So, ich glaube ich habe genug geschwärmt. Wir sind so glücklich, dass unser Fest für uns und viele unserer Gäste unvergleichlich schön war und erinnerungswürdig bleibt und wir sicherlich lange davon sprechen werden.

Es würde uns sehr freuen, wenn Ihr an unserer Begeisterung teilhaben könnt und vielleicht denkt:

Beim nächsten Mal wollen wir gerne mit dabei sein und gemeinsam mit anderen ASBHlern feiern.

Beate Krupski
Juli 2009

25jähriges Jubiläum

Gemeinsam sind wir stark – 25 Jahre ASBH Hamburg

Das war wirklich ein schönes Fest, 25 Jahre ASBH: Gemeinschaft, Zusammengehörigkeit, der eine ist für den anderen da. Ein wirklich schönes Gefühl, dazuzugehören, dabei zu sein und mitzumachen!

Und jeder war gekommen! Viele, die man lange nicht gesehen hatte, einige, die man von der ersten Geburtstunde des Kindes her kannte und die einen über Jahre begleitet hatten, andere kannte man über Mobilitäts-Kurse, von Krankenhausaufenthalten, von gemeinsamen Wochenenden oder auch von der Bank in der Turnhalle. Auch war es schön, einige der Eltern zu treffen, die diesen Verein ins Leben gerufen haben, noch mal zu sehen, wie viel Mut und Entschlossenheit sie hatten, und wie notwendig es war, diesen Schritt zu tun.

Deswegen können wir solche Feste feiern, weil uns soviel verbindet, weil wir so eine gute Basis haben.

Und dann die breite Unterstützung, die wir von außen bekommen, die Menschen, die das Netzwerk mittragen und verstärken. Das hat mich nachhaltig berührt und mich zutiefst gefreut! Denn es ist auch ein Abbild der Gesellschaft, wo Menschen füreinander da sind, sich unterstützen und gemeinsam etwas auf die Beine stellen. Und zwar nicht in Theorie, sondern „in echt“ (wie man hier sagt), greifbar, erlebbar, unmittelbar.

Und ganz schön zu sehen, waren die Freundschaften zwischen den jungen Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern. Ein Höhepunkt waren für mich die schönen Beiträge und die Filme von ihren Freizeiten, die bestimmt nur ein kleiner Ausschnitt von dem waren, was sie sonst so unternehmen.

Das Fest hat mir wieder so richtig Schwung gegeben, so dass ich mal wieder weiß, wie gut es ist, sich zu engagieren. Weil es nämlich das ist, von dem so viele was haben – und – weil es mir Spaß und Freude bereitet!

Astrid Korth
Juli 2009

Großzügige Spende

Das "wunderbare Geschenk" der Zonta-Damen für den ASBH

4. Juli 2009, 04:00 Uhr

"Hamburg ist nicht nur das Tor zur Welt, in Hamburg lebt das Herz der Welt", so spricht überglücklich Antje Blume-Werry, die Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft Spina bifida und Hydrocephalus (ASBH) ihren Dank aus.

Dank für ein "wunderbares Geschenk": Ein Auto, das durch seine Schiebetüren und Schwenksitze auch Rollstuhlfahrern das Ein- und Aussteigen ermöglicht. Der großzügige Spender ist der Zonta-Club Hamburg.

Zonta ist ein weltweiter Zusammenschluss berufstätiger Frauen. Ihr Ziel ist es, die Stellung der Frau im rechtlichen, politischen, wirtschaftlichen und beruflichen Bereich zu verbessern. Deshalb leisten sie weltweit Aufklärungsarbeit über die Situation der Frauen, sammeln Geld für Frauenprojekte und karikative Einrichtungen.

Der Zonta-Club Hamburg ist der älteste der vier Hamburger Klubs und wurde 1931 als erster deutscher Klub gegründet. Seit zehn Jahren unterstützt er Mütter von Kindern mit Spina bifida.

Spina bifida ist eine angeborene Querschnittlähmung, und die Mehrheit dieser Kinder ist auf den Rollstuhl angewiesen. Zur Freude dieser Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen mit einer Spina bifida und zur Erholung ihrer Mütter und Väter bietet die Arbeitsgemeinschaft Spina bifida betreute Wochenend- und Ferienfreizeiten an. Schwerbehinderte Kinder, Jugendliche oder Erwachsene brauchen zum Erreichen der Ferienziele aber ein Auto, in das sie sich auch mit möglichst wenig Hilfe setzen können. Diese Lücke schließt nun das großzügige Geschenk des Zonta-Clubs an die ASBH Hamburg. Anlass war das 25-jährige Bestehen des Vereins, aber dahinter verbirgt sich eine Anerkennung der Arbeit, die die Eltern leisten. Diese Würdigung wird über die Parteien hinweg auch von der Politik gesehen. Das war deutlich in den Festreden zu hören sowohl von Dietrich Wersich (Sozial- und Gesundheitssenator, CDU) als auch des Schirmherrn der ASBH, Altbürgermeister Hans-Ulrich Klose (SPD), der eigens zu diesem Jubiläum aus Berlin angereist kam. HA

Aus: Hamburger Abendblatt vom 4. Juli 2009, Rubrik "Von Mensch zu Mensch"